Lifestyle, Nachhaltigkeit, Naturkosmetik, Online & Medien

sustainable short stories #2

Passend zu unserem neuen Format melde ich mich auch hier zu Wort. Ich habe das Gefühl, dass so viel zur Zeit passiert, auf der ganzen Welt. Zur Zeit beschäftigt mich besonders das Thema, wie wir alle gemeinsam leben. Wie wir als Gesellschaft miteinander umgehen. Vielleicht liegt es daran, dass ich jetzt dank der lauen Sommernächte etwas sentimentaler werde, aber gerade in den sozialen Medien ist es stellenweise, was die politischen Diskussionen angeht, oft nur noch ein einziges Hauen und Stechen. Quasi ein wenig als Übersprungshandlung?

Neu entdeckt für mich habe ich die App „TooGoodToGo – Wir retten Lebensmittel“ und bin schwer begeistert. Ja, manchmal ziehen solche Dinge an meiner Seifenblase vorbei. Wer von euch kennt es schon? Ich wusste, dass es viele solcher Systeme gibt, nachdem aber gelinde gesagt in Katis und meiner Stadt sehr viel Luft nach oben diesbezüglich ist, hatte ich schon vor einigen Monaten alle möglichen Apps zu diesem Thema von meinem Smartphone geschmissen, weil dort einfach nur virtuelle Heuballen ihre Bahnen zogen.

 

Gehört | habe ich den ein oder anderen interessanten Podcast zum Thema Nachhaltigkeit, Klimawandel, Minimalismus, Zero Waste und Wohlbefinden. Alle diese Themen deckt Marijana Braune in ihrem „Don’t waste, be happy | Nachhaltigkeit ganz einfach leben“ ab. Viele Themen sind eher für Einsteiger geeignet oder wer sich einmal allgemein informieren möchte, aber dennoch liefert Frau Braune den ein oder anderen interessanten Denkanstoß ab und führt unterhaltsam durch den Podcast. Da die Themengebiete wirklich sehr breit gefächert sind, bin ich mir sicher, dass auch viele alte Hasen das ein oder andere Neue für sich entdecken können beim Zuhören.

Stephanie Schattauer bei „TCM Ernährung und Nachhaltigkeit für die ganze Familie“ führt in die alltags- und vor allem familientaugliche traditionelle chinesische Medizin (TCM) ein, im Bezug auf Ernährung und Lebensführung. Dabei hat sie immer die Themen Stress, einen vollgepackten Alltag und die Organisation im Blick. Beim Anhören wird auch klar, dass man TCM nicht zu 100% leben muss, sondern auch einfach für sich passend einbauen oder Anregungen finden kann. Und was eine jahrtausendalte Tradition, die sich seit Generationen bewährt, für uns in der modernen Zeit tun kann. Man muss auch nicht zwangsläufig eine Familie haben, um mal reinzuschnuppern.

Stefanie Luxat stellt im Podcast „Endlich Om“ viele wichtige Fragen. Und zieht dabei Experten hinzu. Hier kann man sich zu den Schwerpunkten Selbstliebe, Veränderung, Entscheidungsfindung und Gesundheit viel Input und Anregungen holen. Aber auch wer gerne wissen möchte, wie man mutiger werden kann, sein Leben am besten entrümpelt oder ob hinter Stress oft Angst steht, wird mit diesem Podcast Freude haben. Stefanie Luxat geht es bei diesen Fragen gar nicht um die große Optimierung oder Perfektion – sondern darum, sich selbst zu finden, vielleicht auch einmal einen Gang runterzuschalten und eigene Lösungen zu entwickeln, die für andere nicht gelten müssen. Denn bei all den Themen, die ein bewussteres Leben mit sich bringt, kann sich auch manchmal Druck aufbauen oder die Frage, wie viel Selbstoptimierung gut für einen ist. Der Podcast stellt auch Fragen, die im Alltag oft untergehen oder vergessen werden: Wie verliere ich nicht meine gute Laune? Wie stresse ich mich weniger? Muss ständig der Streben nach Optimierung sein?

Die Podcasts könnt ihr kostenlos unter Spotify aufrufen. Hört doch mal rein!

 

Gesehen | habe ich eine Doku zu einem Thema, das sehr traurig ist – eigentlich. Denn das ganze hat einen positiven Handlungsverlauf. „Naturparadiese mit Zukunft – Kongo – Schutz für den Gorillawald“ erzählt von Holzfällern, die sich aktiv für den Schutz des Tropenwaldes einsetzen und für die darin lebenden Gorillas. Die verantwortlichen Firmen machen dies möglich, weil sie nachhaltige Forstwirtschaft betreiben.  Sehr interessant und alarmierend, wenn man bedenkt, wie ausgebeutet und bedroht die Tropen sind. Ich verrate mal so viel: das ganze zahlt sich wirklich aus und ich empfinde es als wichtigen Denkanstoß. Die Doku könnt ihr euch bis Ende Juli in der Arte Mediathek kostenlos ansehen. Verratet mir doch, wie ihr sie fandet!

Weiteres zukunftsweisendes liest man gerade von einem Bremer Kaufhaus. Die Leute dort machen ihr eigenes Ding und entgegen der Gesetzgebung stellen sie ihre Container Bedürftigen und Foodsharern zur Verfügung – inklusive Tipps.

 

Was für eine großartige Aktion! Mehr davon! Kommt jemand von euch vielleicht sogar aus Bremen?

 

Gekauft | den Hautbild-Verfeinerer von Alverde. Hinter diesem fancy Begriff verbirgt sich ein veganer Primer, der tut, was sein Name schon verrät – und dabei besonders mattieren soll, was bei den aktuell höheren Temperaturen ein Segen sein kann. Kati hat ihn auch schon getestet, war aber nicht so überzeugt.

Aufgeregt | hat mich mal wieder das Thema Lebensmittelverschwendung, einfach weil es seit einiger Zeit aus aktuellem Anlass wieder verstärkt diskutiert wird. Ich weiß auch, dass erschreckend viele Lebensmittel, die vom Mittagessen in Schulen und Kindergärten übrig bleiben, sofort entsorgt werden müssen. Hierbei wird nicht selten ein ganzer Container weggekippt. Offiziell dürfen die Reste häufig nicht verschenkt oder weitergegeben werden, da die Hygienevorschriften und Auflagen für die Vorratshaltung sehr hoch angesetzt und eigentlich unmöglich für eine normale Schule oder Kita zu stemmen sind. Alleine was den Personalaufwand angeht oder die technischen Vorrichtungen wie Kühlanlagen. Foodsharing ist also nicht so wirklich eine Option. Hierbei drückt sich aus, was für eine „Wohlstandsgesellschaft“ wir auf der einen Seite geworden sind – auf der anderen wird Containern rechtlich belangt und wir haben Rentner, Studenten, Alleinerziehende, Menschen mit allgemein wenig Einkommen usw., die jeden Cent mehrmals umdrehen müssen und eine Erleichterung erfahren würden, wenn sie Zugriff auf diese Lebensmittel erhalten könnten. Die noch verwendbar und frisch sind, aber trotzdem weggeworfen werden. Ja, es gibt die Tafeln, aber viele Gruppen, die trotzdem finanziell nicht gut aufgestellt sind, erhalten keinen Zugriff darauf und sind von diesem Angebot ausgeschlossen. Und hierbei geht es wieder irgendwo um das Thema „Miteinander“, wenn man Lebensmittel lieber wie Müll entsorgt, nein dadurch zu Müll macht, als sie weiterzugeben. Und anstatt andere Lösungsansätze auszuprobieren oder neue Wege zu gehen, festgefahren bleibt und die alarmierenden Zahlen an Lebensmittelverschwendung ignoriert oder dass viele Leute auf Containern und Foodsharing schlichtweg angewiesen sind übergeht. Ich verstehe die Angst einiger Supermärkte, Bäcker & Co, dass die zahlende Kundschaft sinken könnte und viele Leute lieber abwarten, bis solche Nahrungsmittel herausgegeben werden, als dass man sie vorher zum vollen Preis kauft. Dabei vergisst man aber auch, dass bei diesem Konzept nicht konstant ständig die volle Produktauswahl zur Verfügung steht und es immer so sein wird, dass viele Kunden nicht bis später Abends warten möchten, um auf gut Glück ein paar Lebensmittel zu ergattern, ohne zu wissen was und wie viel. Und Systeme wie TooGoodToGo machen es vor, dass man für Artikel, die sowieso aus dem Geschäft müssen, auch noch wenigstens ein wenig Geld erhält und eine gewisse Anzahl von Leuten bereit ist, sich darauf einzulassen.

Wagemutig | bin ich vielleicht, weil mein nächstes Projekt sein wird, Microneedling auszuprobieren. Es bleibt spannend!
 

 

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1 Comment

  1. Reply
    Nancy
    18. Juli 2019 at 10:22

    Ich finde die Lebensmittelverschwendung auch verrückt in Deutschland. Ich bin derzeit auf Dienstreise in Sizilien und möchte nicht wissen, was hier alles an Lebensmitteln in der Kantine entsorgt wird. Liebe Grüße 🙂

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