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Eigentlich wollte ich diesen Post damit einleiten, dass es heute mal etwas persönlicher wird etc pp… Aber wisst ihr was, das Thema Monatshygiene gehört einfach raus aus der „Wir reden nicht darüber“-Ecke und sollte auch seinen berechtigten Platz auf einem Naturkosmetik-Blog finden dürfen! In letzter Zeit habe ich schon im Alltag feststellen können, dass zunehmend offener über Themen wie Verhütung oder Menstruation gesprochen wird – eine gute Sache. Ohne Diskussion und Transparenz würden beispielsweise auch Themen wie die Pink Tax eine viel geringere öffentliche Reichweite bekommen.

Aber darum soll es heute nur am Rande gehen. Ich möchte euch kurz und schmerzlos (im wahrsten Sinne 😉 ) ein Produkt vorstellen, dass mich seit einiger Zeit begleitet und das ich definitv nicht mehr missen möchte – die Menstruationstasse.
Menstruationstasse Anleitung, Menstruationstasse ErfahrungWenn man mal über die eigene Monatshygiene nachdenkt, gab es lange Zeit genau zwei Optionen: Tampon oder Binde. Ganz abgesehen davon, dass hier Unmengen an Müll entstehen (alleine 7 Milliarden Tampons jährlich weltweit!), ist das Ganze auch oft nicht besonders gesund: die Produkte sind aus gespritzter Baumwolle gefertigt und mit Chlor gebleicht. Sie trocknen die empfindliche Flora der Vagina aus und tun auch nichts Gutes im Bereich Schmerzverminderung für uns.
Weitere Wege, mit der monatlichen Blutung umzugehen, waren in meiner Jugend (in den 90ern) kaum bekannt und verbreitet, derweil gibt es einige. Sei es waschbare Periodenunterwäsche, natürliche Menstruationsschwämmchen oder eben das Produkt, das seit einigen Jahren einen kleinen Hype erleben darf: die Menstruationstasse.

Die SafeCup von Vagisan in zwei Größen

Die Wahl der richtigen Menstasse ist oft gar nicht so einfach: Inzwischen gibt es viele verschiedene Anbieter auf dem Markt, die mit leicht variierender Form und unterschiedlichem Fassungsvermögen arbeiten. Jede Vagina ist individuell, jede Blutung ebenso. Zudem verändert sich der Körper auch immer wieder, beispielsweise durch die Geburt eines Kindes.
Ich bin inzwischen bei der SafeCup von Vagisan gelandet. Sie besteht aus 100% medizinischem Silikon der höchsten Qualitätsstufe, ist selbstverständlich frei von BPA und in zwei verschiedenen Größen erhältlich. Die kleinere Größe in M hat ein Fassungsvermögen von ~20ml und ist für eine normale Blutungsstärke geeignet, die Variante L fasst 29,5ml und ist passend für stärke bis starke Blutungen. Sie sind auch im Durchmesser leicht unterschiedlich.

Vagisan SafeCup Aufbewahrung | die SafeCup in Gr L und M
Vagisan SafeCup Aufbewahrung | die SafeCup in Gr L und M

Gekauft habe ich die SafeCup in der Apotheke, dort kann man sich auch von entsprechend geschulten Personal informieren lassen, wie genau man die Cup einführt. Wirklich praktisch finde ich auch den mitgelieferten Becher. Er kann sowohl zur Aufbewahrung dienen als auch zum Reinigen. Nach dem Menstruationszyklus sollte man seine Tasse nämlich auskochen, und damit das Silikon dabei nicht an den Topf kommt und schmilzt, muss ein zusätzlicher Schutz her. Manche nehmen dazu den Schneebesen und klemmen die Cup zwischen die „Speichen“. Bei der SafeCup geht das unkomplizierter: Man kann die Cup in der Box auch in der Mikrowelle reinigen. Auch wenn man unterwegs nicht die Möglichkeit hat, die Periodentasse nach dem Entleeren zu reinigen – was ich zum Beispiel auf öffentlichen Toiletten einfach nicht machen mag – kann man einfach eine zweite Ersatzcup mitnehmen und so transportieren.

Die Vorteile der Vagisan SafeCup noch einmal kurz zusammengefasst:

 

  • spart mit einer durchschnittlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren mindestens 1728 Tampons oder Binden ein (Quelle: eigener Verbrauch)
  • spart somit nicht nur eine Menge Müll, sondern grob geschätzt auch um die 180 Euro
  • trocknet den empfindlichen Intimbereich weniger aus als Tampons und ist somit
  • für viele Anwenderinnen angenehmer zu tragen als ein Tampon
  • wirkt sich bei vielen Anwenderinnen otfmals positiv auf die Regelschmerzen aus

Manchmal dauert es ein wenig, bis man das passende Modell findet und den richtigen Dreh heraus hat, die SafeCup einzusetzen – aber es lohnt sich. Falls ihr nun auch Interesse bekommen habt, die SafeCup zu einmal auszuprobieren, könnt ihr derzeit hier einige Euros sparen – oder euch in einer Apotheke vor Ort persönlich beraten lassen.
Wie seht ihr das? Redet ihr offen über das Thema Menstruation oder versteckt ihr immer noch euren Tampon in der Hosentasche?


 

// Dieser Beitrag nimmt teil an der Link-Party von „Einfach nachhaltig – Besser leben“ //

Zero Waste Montashygiene SafeCup Menstruationstasse

4 Comments

  1. BIANCA 19. Juli 2019 at 22:53

    Ich benutze seit ca. 4 Jahren eine Organicup und bin sehr zufrieden. Möchte nicht wieder umstellen. Freut mich, dass du die Tassen vorstellst, ich glaube, sie sind noch nicht so bekannt. Schöne Grüße, Bianca

    Reply
    1. Kati 24. Juli 2019 at 9:52

      Liebe Bianca, klasse, das du umgestiegen bist! 🙂
      In Zero-Waste-Kreisen sind die Tassen schon ziemlich bekannt, deswegen hat es mich im Alltag überrascht, wie wenig sie ansonsten bekannt sind – was auch den Anstoß zu diesem Post gegeben hat. Ich find’s wichtig, Alternativen zu zeigen 🙂

      Liebe Grüße,
      Kati

      Reply
  2. Christiane Nienhold 23. Juli 2019 at 15:49

    Liebe Kati,
    ja, du hast Recht, auf einem Blog für Naturkosmetik musst du keine Scheu vor „persönlicheren“ Themen haben, da das Thema ja alle Frauen betrifft und informative und sachliche Berichte in unserer informationslastigen Zeit mehr als notwendig sind.
    Wenn ich als Frau meine Monatshygiene mit Tampons ersetzen will, muss ich ja wissen, welche Alternativen es gibt. Es eignet sich ja nicht für Jede von uns das Gleiche. Völlig verrückt finde ich z.B. „Free Bleeding“. So schnell kann man oft gar keine Örtlichkeit finden, um den Blutfluss aufzuhalten.
    Zum Thema Aufklärung fällt mir noch der wunderbare Film „In guten Händen“ ein, der sich mit der prüden viktorianischen Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts (www.youtube.com/watch?v=L02Bt_fMWlo), die rein gar nichts über die weiblichen Körper wusste, und dem Thema Emanzipation auseinandersetzt.
    Vielen Dank, dass du diesen Beitrag mit der Blogparade „einfach. nachhaltig. besser. leben.“ (https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.com/) verlinkt hast.
    Herzliche Grüße, Christiane

    Reply
    1. Kati 24. Juli 2019 at 9:55

      Liebe Christiane,

      vielen Dank für deine Worte! Ich freue mich, dass das Thema so postiv aufgenommen wird, man weiß ja nie, wie die Leserschaft so reagiert.
      Über das „Free Bleeding“ habe ich auch schon gelesen, das finde ich auch ziemlich crazy 😀 Aber wenn es für manche so funktioniert, sag ich: Hut ab vor der Kontrolle über den eigenen Körper.
      „In guten Händen“ habe ich tatsächlich schon gesehen, ein irrer Film! Da weiß man aus heutiger Sicht oft nicht, ob Lachen oder Weinen… für den Orgasmus zum Arzt, oh mei. So ändern sich die Zeiten 😀

      Liebe Grüße,
      Kati

      Reply

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