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„Na, gibts das auch aus Bambus?“  –  Diese Frage, gepaart mit einem Augenzwinkern, darf ich mir inzwischen bei fast jedem Familientreffen anhören, dass bei mir in der Wohnung stattfindet. Meine Begeisterung für nachhaltige Produkte ist meiner Familie nicht verborgen geblieben. Strohhalme aus Bambus, waschbare Küchentücher und sogar eine große, türkisfarbene Salatschüssel aus ebendiesem Material zieren oft den Esstisch und sorgen mitunter für den ein oder anderen Lacher. Aber solange sie sich anstecken lassen, soll’s mir recht sein 😉
Waschbare Abschminkpads Bambus Wiederbenutzbar Nachhaltig Zerowaste Pandoo

Das nächste Mal kann ich dann stolz verkünden, das auch im Bad nach Alternativen zu Einweg-Produkten gesucht werden darf: nebst Holzzahnbürste und Wattestäbchen ist ein weitere Produkt aus Bambus dort eingezogen: waschbare Abschminkpads.

Konventionelle Wattepads stellen neben Plastikflaschen eine potentielle und vermeidbare Müllquelle im Bad dar. Je nach Intensität des eigenen Make-Ups kann es schonmal bis zu 5, 6 Pads benötigen, bis das Gesicht von allen Schminkresten befreit wird. Aufs Jahr hochgerechnet ergibt das eine ganze Menge – was einer der Gründe ist, warum ich schon seit vielen Jahren auf wiederverwendbare Abschminkpads setze. Nach dem Benutzen wandern sie einfach mit in die Kochwäsche und ersetzen so etliche Packungen Wattepads.
Das erste Mal auf dem Blog gezeigt habe ich sie in meinen Jahresfavoriten 2016 – allerdings aus Baumwolle. Daher freue ich mich umso mehr, euch in dieser Kategorie eine tolle, noch nachhaltigere Neuerscheinung vorstellen zu dürfen: Abschminkpads aus Bambus. Gefertigt werden sie von pandoo, einer Firma, die sich auf Produkte rund um Bambus spezialisiert hat. Neben dem Onlineshop sind die Abschminkpads von pandoo auch in allen alnatura-Filialen stationär verfügbar.

 

1 Packung pandoo Abschminkpads ersetzt bis zu 30 Packungen herkömmliche Einwegpads.

 

Bambus als Rohstoff

Waschbare Abschminkpads Bambus Wiederbenutzbar Nachhaltig Zerowaste PandooBambus ist ein toller Rohstoff, der in vielen zerowaste-Produkten aufgrund seiner Umweltbilanz Einsatz findet. Unter idealen Bedingungen wächst das Gras bis zu 1,6 Meter pro Tag. Er benötigt im Anbau weder Pestizide noch ein Bewässerungssystem, was ihn in vielen Punkten attraktiver als zum Beispiel Baumwolle macht. Nach der Ernte wächst der Bambus aus dem geschnittenen Halm weiter – dadurch gehört Bambus zu den am schnellsten wachsenden Rohstoffen. Dadurch, dass er sich ähnlich wie Unkraut fast von selbst verbreiten kann, ist sein Bestand durch die Ernte auch nicht gefährdet.
Zudem überzeugt er auch durch seine antibakterielle und anti-mikrobielle Eigenschaft und wirkt bereits als Werkstoff der Keimbildung entgegen.

 

Die neuen Bambus-Abschminkpads

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Die Pads von pandoo bestehen zu 80% aus Bambusfasern und zu 20% aus Baumwolle. An der Zusammensetzung hat das pandoo-Team über einen langen Zeitraum getüfelt, um den Baumwoll-Anteil so gering wie möglich und so groß wie nötig zu halten. Die 80/20-Kombination macht die Abschminkpads samtweich und gleichzeitig verlieren sie dadurch keine Fäden. Geliefert werden sie in einem Baumwollbeutelchen, das sich perfekt zum Waschen eignet.

In der Anwendung sind die Pads tatsächlich streichelweich und entfernen wasserlösliches Make-Up rückstandslos. In meinem Fall ist das eine BB-Cream, Concealer, Mineral Puder, Lidschatten, Blush, Highlighter, Kajal oder Eyeliner und Mascara. Puh, doch so einiges! In 99% der Fälle handelt es sich hierbei um Naturkosmetik. Dass das durchauch eine Rolle spielt, zeigt echt Kathrin in ihren Highlights, die ich hier verlinken darf – sie testet die Pads ausführlich mit verschiedenen Produkten, konventionellen wie natürlichen.
Bambusfasern können fünfmal soviel Flüssigkeit aufnehmen wie andere Zellstoffe, was die famose Performance erklärt. Auf ein zusätzliches Reinigungsprodukt kann verzichtet werden – es sei denn, man nutzt wasserfeste Mascara und Eyeliner, da empfiehlt sich ein zusätzlicher AMU-Entferner.

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So sieht ein Pad nach dem Abschminken wasserfester Wimperntusche und nach dem Waschen aus. Waterproof Mascara ist einfach der Endgegener 😀

Wen die Stains hier stören, der kann nach der Benutzung und vor der Waschmaschine einmal mit einem Stück Kernseife über das Pad fahren, so bekommt man alle Reste rückstandslos runter. Mich persönlich stört es nicht. Die Pads sind durch ihre sanfte Oberfläche auch für empfindliche und sensible Haut geeignet.

 

Bambus vs. Mikrofaser

Waschbare Abschminkpads Bambus Wiederbenutzbar Nachhaltig Zerowaste Mikrofaser BaumwolleHier seht ihr zum Vergleich verschiedene andere, wiederverwendbare Pads. Das mit Abstand älteste ist das blau gestreifte Mikrofaser-Exemplar mit knapp 5 Jahren. Die pinke und uni-weiße Version habe ich seit 3 Jahren im Einsatz, das eingefasste Baumwoll-Pad von Kulmine ebenfalls. Ich benutze alle Pads je nach Tages-Make-Up mit oder ohne zusätzliches Abschminkprodukt. Mit Mikrofaser bekommt man wirklich alles runter – nur extrem wasserfester Lippenlack (nur in der konventionellen Kosmetik zu finden, zB von Manhattan) lässt sich nicht entfernen. Die Baumwollpads können hier nicht wirklich mithalten.
Die „Vergrauung“, die ihr bei allen vormals strahlend hellen Pads seht, kommt vor allem durch wasserfeste Wimperntusche, die sich nicht komplett rückstandslos entfernen lässt.

 

Vorteile von Bambus gegenüber Mikrofaser

Die Mikrofaser ist,  wie der Name schon vermuten lässt, eine außergewöhnlich feine Faser, 10-23 mal so fein wie ein menschliches Haar. Durch ihre geringe Größe kann sie auf Stoffen sehr eng aneinandergepackt werden, und bildet so winzige Abstände, die Verunreinigungen auch ohne zusätzliches Reinigungsmittel gut aufnehmen können. Sie kann aus verschiedenen Stofen bestehen: Polyester, Nylon oder Acryl, oder auch Tencel, das aus Cellulose gewonnen wird. In den ersten drei Fällen kann es beim Waschen aber leider passieren, dass sich durch den Abrieb Mikroplastik-Partikel lösen und so ins Abwasser gelangen. Insofern spart man zwar den Plastikmüll der Verpackung von Einmalpads und die Pads selbst, aber umgeht das Thema Kunststoff noch nicht ganz. Auch das Thema der Produktion und Gewinnung der Mikrofasern kommt noch hinzu.

Bambus bietet hier eine sehr viel grünere und nachhaltigere Alternative. Ein schnell wachsender Rohstoff, der selbst wenig Wasser und keine Pestizde benötigt, schonend geerntet werden kann und in der Verarbeitung keine giftigen Substanzen produziert. Sehr natürlich, von Anfang bis Ende, und komplett frei von Kunststoffen. Ich jedenfalls bin überzeugt von den neuen Bambus-Pads und mal gucken – wenn sie im Langzeittest überzeugen, seht ihr sie spätestens in den nächsten Jahresfavoriten wieder 😉

 

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