DIY, Lifestyle

Kitchen Makeover a là Greenery – Planung

Mist. Jetzt hab ich kurz ein paar Fotos geschossen, aber irgendwie sieht das so gar nicht aus wie auf den ganzen Wohnblogs. Will ich das wirklich online stellen? Online will man doch die Ideal-Version der eigenen Ideen sehen, schon fertig und perfekt unperfekt umgesetzt. Und ich denke manchmal, ich hab ein bisschen Stil, aber meine Küche sieht so gar nicht pinteresting aus, sondern 0815-stinknormal. Aber ich würde halt gern drüber schreiben…

 

Wohnungen und ich, das ist so eine Sache. Allein in den letzten Jahren bin ich schon sieben Mal umgezogen, und langsam, aber sicher, habe ich die Nase wirklich voll davon 😉 Die Gründe waren vielfältig: Unstimmigkeiten in der WG, Trennung vom Freund, und nicht gerade selten: extreme Probleme mit der Bausubstanz. In den hiesigen Breitengraden machen sich pelzig-grüne Mitbewohner nur zu gerne in versteckten Ecken breit – und das klingt wirklich viel niedlicher, als es ist. Danach folgt dann ein kleiner Mieter-Vermieter-Kampf um die Schuldigkeit des Genannten. Aufgrund des verbreiteten und bescheuerten Irrglaubens, man würde alten Häusern Gutes tun, wenn man neue Kunststofffenster einsetzt, hatte bis jetzt immer der Vermieter Schuld und ich bin inzwischen Schimmel-Expertin – was mich aber leider nicht davor feit, dass in der aktuellen Wohnung aufgrund dieses Problems unsere Küchenzeile versetzt werden muss. Von der Außenwand (…wer baut eine Küche DICHT an eine nasskalte Außenwand (Vormieter) und welcher Depp übernimmt diese dann, ohne das zu bedenken (ICH)…) an die Innenwand.
Bisher war auch nie wirklich ein großes Budget für Interiour da und so ist unsere Einrichtung eine bunte Mischung aus Erbstücken, Kleinanzeigen-Schnäppchen und Ikea. Bei der Küche war es ähnlich: wir waren froh, dass eine drin war und wir keine reinbauen (lassen) mussten. Auch die Wandfarbe haben wir mitübernommen, gefühlsmäßig eine Mischung aus „Ach ja, ist ja ganz nett.“ und „Kann der Vormieter drin lassen, sonst verschiebt sich unser Einzugstermin nochmal einige Tage nach hinten.“

Küche renovieren - vorher

Auch, wenn das Grundproblem wirklich ärgerlich ist, freue ich mich auf die Chance, die Küche jetzt noch einmal komplett gestalten zu können, wie ich es mir vorstelle – denn ist erst mal der ekelige Teil erledigt, folgt der schöne 🙂
Die rote Wandfarbe muss, da es hinter der Küchenzeile ja ohnehin behandelt wird, überstrichen werden, was wäre da also naheliegender, als gleich eine neue Farbe zu benutzen? Als nahe Verwandte des Photoshop-Philipps („Ja das ist Creative-Cloud-Kati, lalala“ 😀 ) hab ich das Ganze erstmal gephotoshoppt und mich letztendlich für „Salbeigrün“ entschieden. Eine neutralere Farbe als das intensive Rot, ich denke, an der sieht man sich dann nicht so schnell ab.

Wandfarbe für die Küche

Um das vergleichweise dunkle Ambiente dann etwas aufzulockern, will ich viel – wobei „viel“ sicher Geschmackssache ist, ich bin bei Deko immer eher zurückhaltend – mit Deko in Naturtönen, weiß und einem metallischen Ton arbeiten.

Seitdem die Wandfarbe feststeht, habe ich aus Inspirationsgründen viel auf Pinterest und verschiedenen Wohnblogs gesurft. Greenery, die Pantone-Farbe des Jahres, gibt ja immer so ein bisschen den Trend vor. Es handelt sich hierbei um ein ganz frisches Grasgrün mit leichtem Oliveinschlag – dass aber die allermeisten – der Ottonormalverbraucher – weder am Körper, noch im Gesicht haben wollen. Daher hat es die Farbe schwer, sich durchzusetzen. Greenery wird im Handel eher frei interpretiert und somit finden sich gerade enorm viele schnieke graugrüne Teilchen! Gern auch kombiniert mit Kakteen und Sukkulenten. Auf seelected hab ich zB einige Zeit mit Stöbern verbracht, das Online-Magazin gefällt mir sehr gut!

 

Moodboard Küche - Deko, Einrichtung, Farbe

 

Hab ich schon: Die Wandleuchte aus den 30er Jahren sowie das String-Regal besitze ich schon, die fristen derzeit im Keller ihr Dasein, da für sie leider vorher kein Platz war. Auch die Bast-Dosen habe ich schon einige Jahre. Der kleine Deko-Kaktus (Kiiiiitsch!) und die Lampe durften neulich bei Maisons du Monde mit.
Mach ich selbst: Das Makramee dient nur als Platzhalter, denn ich plane, so etwas ähnliches selbst zu knüpfen und als Gardinen-Alternative in das bisher doch sehr einsehbare Küchenfenster zu hängen – die Katzen werden sich freuen 😀

Gebraucht kaufen: möchte ich gerne nochmal zwei der Stühle, die ihr in der aktuellen Einrichtung schon seht, da die Sitzbank sich im Praxistest wirklich als ungemütlich erwies. Die beiden vorhandenen Stühle haben wir für gerade mal 10 Euro über Kleinanzeigen ergattern können, ich hoffe auf ein erneutes Schnäppchen! Die Beine will ich dann jeweils mit dunkler Lasur anpinseln, damit sie zum Tisch passen. Optisch ist der wirklich keine Granate, aber er tut seine Dienste und ist ausziehbar, was bei Besuch wirklich praktisch ist.

Neu anschaffen: werde ich die Farbe, die ich wahrscheinlich anmischen lassen muss. Außerdem überlege ich, ob ich unter die Sitzgruppe einen Teppich lege, weil ich befürchte, dass die sonst ein wenig „verloren“ im Raum steht. Und eines der wichtigsten Dinge: ein Dunstabzug wird gekauft – damit der Problemauslöser nie mehr auf die Idee kommt, sich blicken zu lassen 😉

Auch mit dem Thema Pflanzen werde ich mich nochmal beschäftigen. Ich habe leider einen ziemlich schwarzen Daumen, weshalb nur „wachsartige“ Gewächse bei mir überleben – den aktuellen Sukkulenten-Trend finde ich auch ziemlich nett! Dann kommt noch dazu, dass meine beiden Katzen gerne an allem kauen, was grün ist, also muss man hier auch immer aufpassen, ungiftige Pflanzen zu kaufen. Und nicht zu vergessen: auch Pflanzen begünstigen Schimmel. Daher: Obacht!

 

Los geht es wohl in ca. 2 Wochen, da Elektriker, Maler und Helfer erstmal organisiert werden wollen. Solange bin ich noch ein bisschen auf der Suche. Trotz der geplanten Mischung von Alt, 2ndhand, aufgearbeitet und neu halte ich gerade noch Ausschau nach heißen Tipp für „grüne“ Farbe, dh. ökologisch nicht ganz so bedenkliche wie reguläre Farben.  Und nachhaltigen, aber dennoch bezahlbaren Einrichtungs-Shops… ich halte es da ansonsten ganz ähnlich wie Jenni, deren Post ich euch zum Abschluss verlinke und so auch unterschreiben kann 🙂

 

Bin ich dekadent? Von Ästhetikliebe und Selbstgeißelung

 

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4 Comment

  1. Reply
    Jenni
    23. März 2017 at 8:09

    Liebe Kati,

    ich finde deine Küchenpläne sehr gut und kann total nachvollziehen, dass sich da nun doch einmal etwas tun muss. Ich glaube, ich hätte es keinen Tag mit dieser schreiend roten Wand ausgehalten, wenn ich ehrlich bin. Das wäre mir vieeeel zu unruhig und würde mich ständig nervös machen. 😀
    Ich bin da absolut für ruhige, dunkle und gedeckte Farben, die jeden Raum in eine kuschlige Höhle verwandeln – oder auch wahlweise für pastellig-helle Töne, die den Raum weiter, aber mindestens ebenso ruhig machen, je nachdem.

    Wir haben letztens das Bad endlich einmal überarbeitet – da wurde gefühlt Jahrzehnte nichts mehr dran gemacht. Und die Raufasertapete hat sich fast von allen von den Wänden verabschiedet (ich meine: Wer zum Teufel klebt Raufaser ins Bad?). Nun haben wir es dunkelgrau gestichen und sind ganz happy damit. Ein, zwei Farne hineingestellt, die Badmöbel, die nun fast alle obsolet geworden sind (Minimalismus und so 😉 ) rausgeworfen – und schon viel besser! Nun kann man da endlich so richtig durchatmen.

    Generell liebe ich den grünen Trend – das macht gleich viel ruhiger, finde ich. Dein Moodboard gefällt mir daher sehr gut – auch die Idee mit dem Makramee, die mir auch schon seit einiger Zeit im Kopf herumschwirrt, an die ich mich aber noch nicht herangetraut habe. (Zuerst: Hocker neu streichen und Betonübertöpfe für die Pflanzen herstellen.)

    Ich liebe die Aufbruchstimmung, die mit so einer Veränderung verknüpft ist und wünsche dir ganz viel Freude beim Umgestalten deiner Küche! 🙂

    Liebe Grüße
    Jenni

    P.S.: Ganz lieben Dank für die Verlinkung!

    P.P.S.: Das mit der ökologischen Farbe ist gar nicht so einfach und ich hatte mir überlegt, ob das mal einen separaten Artikel wert wäre…

  2. Reply
    Weekenderette
    11. April 2017 at 11:02

    Liebe Kati,
    bei deinem Artikel musste ich sehr schmunzeln, denn wir haben unsere Küche nach langer Sucherei nun auch in einem leicht graustichigen Salbeiton gestrichen. Und das „Problem“ mit der ungemütlichen Sitzbank haben wir hier auch… die steht nun im Keller und kommt nur bei ganz viel Besuch nach oben. Zum Thema Farben hätte ich da was: Ein aus meiner Region stammendes junges Unternehmen bietet einen grandiosen Farbmischservice an. Jede Farbe kann auch als Biofarbe angezischt werden (aber auch die anderen Qualitäten sind extrem schadstoffarm, kein Vergleich zum Gemiefe von Baumarkt-Farben). Kolorat heißen sie. Man kann alles online auswählen (und auch richtig große Farbtafeln vorab bestellen, die 10 mal so groß sind wie die Schnippel im Baumarkt) und sich dann nach Hause liefern lassen. Wir haben die Küchenfarbe und die Wohnzimmerfarbe von denen und sind total glücklich damit.
    Viel Erfolg mit eurer Renovierung und viel Spaß mit dem Ergebnis!
    Liebe Grüße, die Weekenderette

  3. Reply
    Kati
    11. April 2017 at 14:27

    Liebe Weekenderette (was für ein toller Nick, übrigens 🙂 ),
    Mist, dein Tipp kam ganz knapp zu spät, schade! Nachdem ich leider nicht fündig wurde, haben wir jetzt ganz gewöhnliche OBI-Farbe an den Wänden – renoviert haben wir nämlich vorletztes Wochenende schon, beziehungsweise gestrichen. Fertig ist aber immer noch nichts, denn Murphys Law hat einmal allumfassend zugeschlagen. Aber ich bin guter Dinge, dass wir zumindest unseren Herd bald wieder nutzen können…
    Deinen Tipp behalte ich aber auf jeden Fall im Hinterkopf, denn eine weitere Streich-Aktion steht auch schon in den Startlöchern – vielen Dank 🙂 Salbeigrüngrau ist aber auch toll 🙂

    Liebe Grüße zurück!

  4. […] schon knapp drei Monate ist es her, dass wir mit der Planung der Küchenrenovierung begonnen haben. Heute zeige ich euch den derzeitigen Stand. Ganz fertig ist die Küche immer noch […]

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