Nachhaltigkeit

Shame or Glory, oder: wie Plastikvermeidung plötzlich sexy sein kann.

Brace yourself, Plastic is coming. Dass das Thema Müll-Reduzierung (unsexy) uns alle angeht, scheint in der Mitte der Gesellschaft angekommen zu sein. Rückwirkend scheinbar auch im Mittelalter, wie dieses nette Werbevideo mit „The Mountain“ von Game of Thrones (sexy!) zeigt:


Hihi. Die Idee finde ich wirklich gut, die Umsetzung zu lang(wierig) für einen Werbespot, aber alle Game of Thrones-Fans werden sich freuen, und die Botschaft ist natürlich wahr und richtig.
Alles richtig gemacht, die Werbe-Menschen vom Soda-Stream! Zumindest, sofern sie ihre Zielgruppe zu 100% aus GOT-Fans definieren. Gute Kampagne, super Video, coole Microsite dazu – für alle Werbeinteressierten sicher spannend und mein Aufhänger für diesen Blogpost.

 

Jute statt Plastik! – Wirklich sinnvoll?

Wenn man einen ersten Schritt zum Thema nachhaltiger Leben gehen möchte, ist die Vermeidung von allzuviel Verpackungsmüll – meist eben Plastik – oft der erste große Punkt, auf den man stößt. Nachhaltig leben liegt grad – dankbarerweise! – im Trend, und die Industrie, die darin wie immer Möglichkeiten finden muss, trotzdem Geld zu generieren, reagiert entsprechend – so boomen derzeit „Unverpackt“-Läden. An Kassentheken findet man immer häufiger keine kostenlosen Plastiktaschen mehr, sondern Jute und Papier gegen Bares. Gut so, denn Tüten sind schließlich Mehrweg-Produkte und können auch einfach von daheim mitgebracht werden. Gerade die Tüten stehen dennoch zur Diskussion. Neu kaufen macht so oder so selten Sinn, und was denn letztendlich wirklich besser für die Umwelt ist, ist je nach Beanspruchung fraglich. So muss man eine Baumwolltasche um die 20mal verwenden, damit sie einen wirklichen Vorteil gegenüber des Einweg-Plastikmodells hat, so berichtet der NDR.

Aber welchen Studien kann man überhaupt noch glauben? Die Verpackungs-Lobby macht sich währenddessen aber eindeutig Sorgen bezüglich der immer weiter um sich greifenden „Zero Waste“-Welle, wie man im folgenden Machwerk eindrucksvoll zu sehen bekommt – hihi.

 

 

So richtig es Sodastream gemacht hat, so falsch macht es hier der IPV – der Industrieverband Papier- und Folienverpackung. Ironie und Übertreibung sind freilich ein nettes Stilmittel, aber einfach komplett falsch und unlustig, und unsympathischen Akteuren präsentiert, eingesetzt.
Als Mediengestalterin und ausgesprochener Verpackungsfetischist – don’t judge a book by his cover, wohl aber sämtliche Verbrauchsgüter – muss man mich von der Notwendigkeit (vor allem hübscher!) Verpackungen in manchen Fällen auch sicher nicht überzeugen. Ein derartig ignorantes und sonderbares Video, das gewollt hip und jugendlich rüberkommen soll, spricht aber absolut nicht für den Verband. Verpackungen sind in vielen Fällen nützlich und notwendig, gerade der Transport – auch zum Unverpackt-Laden! – geht ohne gar nicht, das ist auch dem reflektierten Verbraucher klar.
Weitere Hintergründe zum Video und zum Thema könnt ihr auch hier nachlesen.

Und weil es gerade so schön um Videos und Schweinereien geht, hier noch ein drittes – passt nicht ganz zum Plastik-Thema, ist aber definitv sehens- und teilenswert!

 

 

Die Frage, die sich nach dem Ansehen solcher Videos stellt, ist natürlich: was kann ich dagegen tun?
Die Antworten diesmal sind vergleichsweise einfach: kauft nicht bei Nestlè und deren Marken.

Im Alltag ein wenig auf den Müllverbrauch zu achten, ist auch nicht so aufwändig und Ansätze dazu findet man gerade derzeit im Netz viele: eine wahre Fülle an Tipps gibts bei Shia von Wastelandrebel. Wer sich davon erschlagen fühlt, kann auch erstmal klein anfangen: Daria zeigt hier zum Beispiel 3 leicht ersetzbare Produkte in einem kurzen Video.
Es muss ja nicht gleich zero Waste sein, denn diesen Ansatz finde ich im Alltag bei der heutigen Infrastruktur noch nicht in allen Bereichen gut lebbar. Less Waste ist auch schon super! 🙂 Ich werde in nächster Zeit noch über Nachhaltigkeit im Badezimmer und bei der Haustierhaltung, auf Katzen bezogen, berichten.

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