DIY

Selfmade-Adventskranz: Anleitung mit Bildern

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – und das am besten auf einem selbstgemachten Adventskranz! Zwar wurde die erste Kerze bereits angezündet, doch ein wenig besinnliches Basteln während der Weihnachtszeit kann nie schaden. Ganz egal, ob ihr euren Lieben etwas Gutes tun wollt oder einfach euer Wohnzimmer mit einem eigenen Adventskranz dekorieren und euch wie ein Held fühlen möchtet: es lohnt sich! Und es ist auch überhaupt nicht so schwer, wie ihr jetzt vielleicht vermutet (dies war zumindest meine Sorge). Ich war mächtig stolz, als ich den ersten selbstgemachten Adventskranz meines Lebens mit nach Hause genommen habe. Also schnappt euch ein paar Leute, macht Punsch warm und dann ran an die Tannenzweige!
Ich durfte zu Gast sein bei einer guten Freundin und ihrer Familie, die traditionell jedes Jahr ihre Kränze selbst macht.

Wenn ihr euren eigenen Adventskranz gestaltet, habt ihr freie Wahl bei den Bändern und Verzierungen. Somit sind auch Kreationen möglich, die es nicht so einfach in den Geschäften zu kaufen gibt. Ihr könnt eurer Fantasie vollkommen freien Lauf lassen und dem Kranz auch gerne eure eigene Note geben. Wichtig ist allerdings zu bedenken, dass ihr Deko-Gegenstände hernehmen solltet, bei denen ihr entweder verschmerzen könnt, dass sie angeklebt werden oder dass ihr diese später wegwerfen müsst. Erfahrene Bastler können einen Kranz in wenigen Stunden fertig stellen, Anfänger sollten sich lieber einen Nachmittag einplanen.

 

Ihr benötigt:

 

  • Wickeldraht – einmal in jeweils dicker und dünner Ausführung
  • Stützdraht
  • Zangen zum Abschneiden und verbiegen
  • Heißklebepistole
  • Ausreichend dicke Kerzen
  • Bänder
  • Dinge zum dekorieren und verzieren
  • Tannenzweige

Am besten eignen sich Arten wie die Nordmanntanne, Edeltanne oder Douglasie. Sehr wichtig ist – und für diese Anmerkung werdet ihr mir wahrscheinlich noch äußerst dankbar sein – dass die Nadeln der Tannenzweige weich sind und nicht störend pieksen. Glaubt mir, spätestens wenn es an das Binden geht, kann es zur kleinen Tortur werden, ständig dabei gestochen zu werden. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Haltbarkeit. Fichten sind preiswert, nadeln aber schon nach kürzester Zeit und vertrocknen schnell. Somit würde ich sie nicht empfehlen. Beachtet ebenfalls, dass die Zweige möglichst ohne zu viele Verästelungen verlaufen und ausreichend stabil, aber gleichzeitig biegsam sind.

Kaufen könnt ihr Tannenzweige in Gärtnereien oder oft bei den Stellen, wo auch Tannenbäume angeboten werden. Von der Menge her solltet ihr ausreichend großzügig schätzen. Am besten fragt ihr die Händler, wie viel ihr mitnehmen solltet. Besorgt lieber zu viel, als zu wenig. Aus den übrig gebliebenen Zweigen könnt ihr dann immer noch Gestecke oder Türschmuck machen.

Den restlichen Bedarf solltet ihr problemlos in Bastelgeschäften bekommen oder ebenfalls in Drogerien. Alleine Bänder jeglicher Art werden jetzt überall angeboten und auch Schmuck für Geschenkverpackungen eignet sich häufig als Dekoration für Kränze. Bei einem großen Kaufhaus bei uns wurde sogar eine eigene Abteilung für Adventskranz-Bastler aufgebaut. Die Kerzen habe ich sehr günstig bei einer Drogerie im praktischen Viererpack bekommen.

Adventskranz-Basteln: jetzt geht es los!

 

Ein Tipp am Rande: deckt den Boden mit Tapezierfolie ab und tragt eine Schürze oder wickelt euren Oberkörper selbst mit Folie ein. Die Zweige können Harz absondern und auch mit der Heißklebepistole ist Vorsicht geboten! Wenn es ans Aufräumen geht, müsst ihr nur noch die Tapezierfolie vom Boden zusammenklauben und im Idealfall habt ihr ein möglichst nadelfreies Wohnzimmer.

1. Legt euch die Zweige zurecht und schneidet sie ggf. zu, falls sie viele Verästelungen haben. Nehmt den Wickeldraht her und biegt damit einen Kreis. Der Durchmesser beeinflusst die Größe des Kranzes. Wickelt nun den dünneren Draht um den Kreis, um die Enden zu fixieren und zu verstärken, wenn ihr merkt, dass der dickere Draht doch zu dünn war. Wichtig ist, dass der Draht später ausreichend alles tragen und halten kann! Merkt euch unbedingt: schneidet die Spule nicht ab. Ich betone es an dieser Stelle, denn man ist gerne versucht, den Draht abzuschneiden. Es arbeitet sich mit der Spule sehr viel besser und ihr könnt den Draht ohne Unterbrechungen wickeln, was weniger aufwendig und besser für den Halt ist.

2. Nun nehmt ihr den Stützdraht und haltet ihn in eine Kerzenflamme, bis er heiß genug ist, um ihn problemlos durch das Wachs zu bekommen. Schiebt den erhitzten Draht von unten in die Kerze. Ihr solltet neben den Docht stechen und unter keinen Umständen mittig in den Docht! Das macht ihr mit allen vier Kerzen. Legt sie anschließend zur Seite, sie werden erst wieder zum Schluss gebraucht.

3. Nun geht es an das Wickeln: nehmt für die erste Lage bevorzugt dickere Zweige. Legt sie um den Kreis und wickelt dann sehr straff in größerer Menge den Draht darum. Das ganze sollte so fest wie möglich sein und als Faustregel beim Draht gilt: mehr ist hier mehr! Nur so wird alles stabil genug.

4. Weiter geht’s: wickeln und Zweige um den Kranz legen. Stellt euch das ganze überlappend vor, Zweig auf Zweig folgend.

5. Wenn ihr so wie ich irgendwann merkt, dass euer Kranz zu schmächtig ist, könnt ihr ihn mit zusätzlichen Zweigen auffüllen. Legt sie hierbei nur richtig an und achtet auch hier darauf, einerseits ausreichend Draht zum Wickeln zu verwenden, andererseits die vorhandenen anderen Zweige nicht einzuschnüren.

6. Tadaaa! Euer Grundgerüst für den Adventskranz steht und sollte so aussehen wie auf den Bildern! Die Dicke und das Volumen können natürlich unterschiedlich ausfallen.

7. Erinnert ihr euch noch an die Kerzen, die ihr bei Schritt 2 vorbereitet habt? Die braucht ihr nun wieder. Jetzt ist etwas Fingerspitzengefühl und „Fitzelarbeit“ gefragt, wie man hier so schön sagt: Ihr müsst die Drähte am anderen Ende durch den Kranz stechen, vorbei an den gewickelten Drähten und Zweigen und dort platzieren, wo ihr sie haben wollt. Die Kerzen müssen stabil auf dem Kranz sitzen. Wenn ihr das geschafft habt, knickt die Drähte am Ende der Kerzen ab. Hurra! Wenn das alles geschafft ist, seid ihr mit dem härtesten Teil durch und könnt schon jetzt ein wenig stolz auf euch sein!

8. Jetzt kommt der kreative Teil: das Dekorieren! Mit der Heißklebepistole könnt ihr alles am Kranz befestigen, was ihr wollt. Schleifen halten oft besser, wenn ihr sie zusätzlich klebt. Sehr hübsch sehen ebenfalls Bänder oder Borten aus, die ihr um die Kerzen herum legt und festklebt. Mit Glitzerstiften könnt ihr auch auf jede Kerze eine Zahl schreiben.

Fertig! (Abgesehen vom Aufräumen^^) Und schon haltet ihr euren selbstgemachten Adventskranz in den Händen!

Herzlichen Dank an alle, die mir das Vorgehen so geduldig erklärt und mir weitergeholfen haben, wenn mein Kranz drohte, zu schmächtig oder löchrig zu werden. Es war mir eine Freude, dabei sein zu dürfen! Ganz besonderer Dank gilt auch meiner Assistentin 😉 für diesen Tag, die sich die Mühe gemacht hat, alles auf Bildern festzuhalten 🙂

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