Naturkosmetik

Review: Gesichtsseifen von Binu Beauty

Das ich ein großer Fan von Gesichtsseife bin, ist spätestens seit diesem Post kein Geheimnis mehr. Umso mehr freute es mich, dass kurz darauf Katharina von Binu Beauty auf mich zukam und anfragte, ob ich auch die Binu-Seifen gerne auf Herz und Nieren testen wolle. Keine Frage – äußerst gerne!

Die Seifen von Binu habe ich schon länger auf dem Radar – effektive Werbung auf den Social Media Kanälen lässt grüßen 😉 Vom Kauf hielt mich bis dato nur der vergleichsweise hohe Preis ab. Für 120 Gramm Seife zahlt man im Shop 22,90 €. Schauen wir uns doch mal näher an, was so drinsteckt in den Luxus-Seifen!

 

Binu Beauty Gesichtsseifen

Die Idee

Die Idee zu Binu Seifen kam den jungen Inhaberinnen Nami und Katharina bei der Benutzung einer koreanischem Gesichtsseife, die die Beiden begeisterte: 100% natürliche Inhaltsstoffe für Gesicht und Körper, ideal auch bei Kontaktallergien, Neurodermitis oder Akne, und ohne Spannungsgefühl der Haut nach der Benutzung. Stückseife kommt wegen ihrer festen Form zusätzlich auch ohne potenziell hautreizende synthetische Konservierungsstoffe aus.
Durch das Familienunternehmen von Namis Eltern, dass in Korea schon seit 2007 Bienenwachskerzen unter maximal ökologischen, maximal ökonomischen und sozialen Standards produziert, gab es bereits Berührungspunkte zu Fertigung und Vertrieb und so wurde die Idee geboren, selbst Seifen herzustellen.. Der Fokus liegt hier auf koreanischen Rohstoffen wie Bambus und Hinoki-Wasser, welches mir persönlich in einer anderen Seife so noch nie begegnet ist. Umso gespannter war ich, die drei Sorten für trockene, normale oder unreine Haut zu testen! Welche Seife die beste für den eigenen Hauttyp ist, kann man durch den Hauttypen-Test herausfinden, wenn man sich nicht sicher ist.

Die Verpackung

Bevor ich jetzt aber zum eigentlichen Review komme, habe ich noch einen Kritikpunkt: die Verpackung. Die war nämlich dreifach. Wozu das, wenn auf der eigenen Website sogar angesprochen wird, möglichst schonend und recyclebar zu verpacken?
Jedes Seifchen befindet sich in einer Pappbox – knorke. Mit hübschen Packaging kriegt man mich ja. In der Pappbox befindet sich ein Plastikbeutel. Och nö, wieso? Ich mag Seifen doch auch wegen ihrer Plastikfreiheit so gern… Im Plastikbeutel befindet sich schlussendlich noch so ein Feuchtigkeitsrausziehdingens, wie man es aus den Taschen neu gekaufter Jacken kennt. Und leider auch kein kleines, sondern ein seifengroßes. Und danach folgt Seidenpapier und darin befindet sich schlussendlich die Seife.
Den Sinn des Ganzen verstehe ich im Ansatz schon – die Seifen sollen eben nicht feucht werden. Aber viele andere Anbieter finden hier andere Lösungen, daher mein ehrliches Feedback an die Binu-Mädels: das könnte man noch verbessern 🙂

Binu Beauty Gesichtsseife Verpackung

 

Doch wichtiger als die äußeren sind auch hier die inneren Werte!

May I introduce to you…

Eine weitere Neuerung auf dem Blog darf ich euch heute vorstellen: ich schreibe nicht mehr allein! Meine ebenso beauty-interessierte Freundin Miri ist ab heute als Co-Bloggerin mit von der Partie. Auf die Idee kamen wir bei einem Kaffee auf dem Balkon und einer wohl recht beauty-nerdigen Diskussion über Produkte, Texturen, Wirkung und Inhaltsstoffe von Kosmetika. Da Miri auch beruflich mit texterischen Dingen befasst ist, was böte sich da eher an, als das Beauty-Hobby auch schreibenderweise auszuleben?
Ich freue mich jedenfalls sehr, dass sie dabei ist, und auch über den Mehrwert für den Blog: mit ganz unterschiedlichen Haut- und Teint-Typen können wir ganz unterschiedliche Bereiche abdecken und euch so sagen, wie ein Produkt für den jeweiligen Hauttypus funktioniert. Und den Beginn machen gleich die Binu-Seifen!

 

Miri sagt: Seit ich die Pille abgesetzt habe, zickt meine Haut ganz schön herum. Auch wenn es schlimmer sein könnte, aus ihr ist doch eine kleine Dramaqueen geworden. Meine Haut neigt mittlerweile sehr viel mehr zum Fetten. Hin und wieder sprießen ein paar große Pickel und ich merke: wenn ich falsche Produkte verwende, verzeiht mir das meine Haut aktuell nicht so gerne. Ich schiebe das noch auf die Phase der Umstellung – deswegen bin ich selbst gespannt, wie sich alles weiterhin entwickeln wird. An sich ist meine Haut schon immer empfindlicher gewesen und an manchen Partien trocken.

Ich benutze vornehmlich Morgens nach dem Aufstehen die Seifen und wasche damit mein Gesicht. Oft auch noch am Abend, bevor ich ins Bett gehe, aber das mache ich von der Tagesform meiner Haut abhängig.

Alle drei Seifen riechen natürlich nach Kräutern. Der Geruch ist nicht aufdringlich und dezent und bleibt auch nicht lange nach dem Benutzen auf der Haut. Den Geruch empfinde ich bei allen drei Seifen als fast identisch. Und ja, er erinnert mich ziemlich an Fresh Farmacy von Lush! Sie schäumen erst richtig auf, wenn man sie mit den Fingern auf dem Gesicht verreibt. Ich finde sie sehr ergiebig, was für mich ein riesen Pluspunkt ist, wenn man den Preis pro Seife betrachtet.

 

Aktivkohle Gesichtsseife Binu Carcoal

BINU bamboo charcoal facial soap

 


INCI: Sodium Cocoate, Sodium Olivate, Chamaecyparis Obtusa Water, Sodium Palmitate, Sodium Oleate, Glycerin, Sodium Shea Butterate, Charcoal Powder, Bamboo Vinegar.

Kati sagt: Aktivkohle-Seifen benutze ich bei zickiger Haut sehr gerne. Die hier eingesetzte Kohle basiert aus Bambus und ist durch ihre poröse Struktur sehr bindungsfreudig und reinigt deshalb porentief. Allerdings würde ich Aktivkohle-Seife generell nicht täglich benutzen, da die Aktivkohle die Rückfettung etwas aufhebt und vom demher auch ein wenig austrocknet. Bei fettiger Haut ist gerade diese Eigenschaft wünschenswert, bei normaler mit Tendenz zur partiellen Zickigkeit – wie meiner – reicht die Nutzung bei Bedarf oder einmal in der Woche. Die kleinen Kohlepartikel fungieren außerdem als ganz leichtes, mechanisches Peeling – auch damit sollte man es nicht übertreiben.
Eingesetzt wird hier neben Aktivkohle ein Holzessig aus Bambus, der desinfizierend wirkt, und das eingangs genannte Hinoki-Wasser. Hierbei handelt es sich um eine wässrige Lösung des Wasserdampfdestillats von Hinoki-Holz, einer japanischen Zypressenart, die reich an Phytonziden ist. Phytonziden sind Stoffe, die Pflanzen produzieren, um Krankheitserreger und Schädlinge fernzuhalten. Bei den Seifen wird dieser antimikrobiellen Wirkstoff zum Schutz des Hautsystems eingesetzt.
Die Charcoal-Soap ist die einzige Seife von Binu, die ohne ätherische Öle daherkommt.

 

Miri sagt: Oh Wow, das ist eine wirklich tiefenreinigende Seife! Die Bamboo Charcoal Facial Soap zieht alles aus meiner Haut, was Pickel verursachen könnte oder dafür sorgt, dass ich phasenweise etwas glänze – und das nicht im positiven Sinne. Allerdings muss ich sagen: das ist keine Seife, die ich jeden Tag anwenden kann. Zu oft verwendet, trocknet sie die Haut schnell aus. Wenn meine Haut nicht gerade ihre fettige Phase hat, ist sie sogar direkt nach dem Benutzen etwas ausgetrocknet. Zum Reinigen und „Entfetten“ ist diese Seife aber für mich ideal und sie reizt meine Haut nicht, was ich bei so tiefenreinigenden Produkten sehr wichtig finde. Ich könnte mir vorstellen, dass jemand mit sehr viel fettigerer Haut in dieser Seife eine gute Option zur Gesichtsreinigung findet, die auch gerne häufiger benutzt werden kann, als es bei mir der Fall ist. Vielleicht ist diese Seife aber auch gar nicht für die tägliche Routine gedacht und sie soll eher das erfüllen, wofür ich persönlich sie mittlerweile gerne hernehme: ab und zu vor Pickeln retten und die Haut gut reinigen und von Talg befreien.

 

Binu Beauty Gesichtsseifen Calendula Bamboo

BINU bamboo facial soap

 


INCI: Sodium Cocoate, Sodium Olivate, Chamaecyparis Obtusa Water, Sodium Palmitate, Sodium Oleate, Glycerin, Sodium Shea Butterate, Bambusa Arundinacea Leaf Powder, Mel, Cymbopogon Schoenanthus Oil, Parfum*, Citral*, Citronellol*, Eugenol*, Geraniol*, Limonene*, Linalool*.
* Bestandteil natürlicher ätherischer Öle / from natural essential oils

Kati sagt: Die Bambus-Seife benutze ich derzeit täglich. Mein Favourit aus dem Binu-Sortiment! Der Namensgeber ist auf das enthaltene Bambusblatt-Pulver zurückzuführen. Dieses reguliert die Feuchtigkeit der empfindlichen Gesichtshaut und soll zusätzlich auch einen Anti-Aging-Effekt aufweisen. Ätherisches Pfefferminz- und Zitronengrasöl beruhigen zusätzlich die Haut und können gegen auftretende Unreinheiten helfen. Für meine Mischhaut funktioniert die Seife – natürlich in Kombi mit der richtigen Gesichtscreme – richtig gut! Daher kann ich diesen Kandidaten, obwohl für normale Haut ausgeschrieben, für eher fettige Mischhaut absolut empfehlen. Durch die tägliche Nutzung kann ich auch die Ergiebigkeit gut beurteilen: vor dem Gebrauch habe ich das Seifenstück geviertelt, benutze also ein 30-Gramm-Stück, und das seit ungefähr zweieinhalb Monaten. Inzwischen ist es zur Hälfte aufgebraucht. Im Umkehrschluss heißt das, mit dem kompletten Seifenstück auf jeden Fall ein bis eineinhalb Jahre hinkommt – was den vergleichsweise hohen Preis absolut relativiert 😉

 

Miri sagt: Katis Favoriten benutze ich schon häufiger – aber diese Seife lässt meine Haut ebenfalls trocken werden. Nicht so ausgeprägt und schnell, wie die Bamboo Charcoal Facial Soap es tut, doch ich merke nach längerer Anwendung, dass meine Haut zu trocken wird und ich mehr nachcremen muss. Somit finde ich diese Seife sehr gut, vor allem für die Pflegeroutine, aber sie schafft es nicht, mein Favorit zu werden. Ich verwende sie abwechselnd mit der dritten Seife, von der ihr gleich lesen werdet.

 

Naturseife Seife Gesicht Binu

Merken

Calendula Facial Soap

 


INCI: Sodium Cocoate, Sodium Olivate, Chamaecyparis Obtusa Water, Sodium Palmitate, Sodium Oleate, Glycerin, Goat Milk, Sodium Shea Butterate, Calendula Officinalis Flower, Calendula Officinalis Flower Oil, Lavandula Angustifolia Oil, Lavandula Hybrida Oil, Linalool*.
* Bestandteil natürlicher ätherischer Öle / from natural essential oils

Kati sagt: trockene Haut ist gerade im Sommer kein Problem, mit dem ich zu kämpfen habe, daher war ich bei der Anwendung der Calendula-Seife, die für ebenjene ausgeschrieben ist, etwas vorsichtiger, und habe sie wie die Kohle-Seife nur einmal in der Woche benutzt. Benutze ich sie öfter, merke ich, das meine Haut die enthaltenen Öle nicht komplett aufnehmen kann und diese dann im Gesicht verbleiben. Dementsprechend glänze ich dann mehr 😉 Die milde Gesichtsseife basiert auf Kokosöl, Olivenöl und Sonnenblumenöl. Die Ringelblume ist ein bekannter und gern eingesetzter Inhaltsstoff in der Naturkosmetik und sorgt durch die enthaltenen Blütenteilchen für ein ganz zartes Gesichtspeeling. Aber Obacht, die Seife ist nicht vegan: da ist außerdem Ziegenmilch mit drin – die ebenfalls oft in der Seifenherstellung für sensible Haut vorkommt (zB auch bei Skineco). Sie pflegt die Haut nach der Reinigung und sorgt für den Erhalt der hauteigenen Feuchtigkeit.

 

Miri sagt: Diese Seife ist mein klarer Favorit und ich verwende sie mittlerweile am meisten und das jeden Tag. Sie reinigt meine Haut gut, doch trocknet sie nicht aus und ich empfinde das Gefühl nach dem Waschen als sehr angenehm. Allerdings, wenn meine Haut wieder arg fettet, reicht sie mir nicht alleine und so nehme ich zwischendurch immer wieder die Bamboo Facial Soap zur Hand und wenn meine Haut ganz viel Drama macht und Pickel sich ankündigen, dann verwende ich die Bamboo Charcoal Facial Soap. Ich kann nur sagen: Volltreffer. Die Prognose von Binu Beauty hat bei mir zugetroffen. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig beeindruckt.

 

Fazit: die Binu Seifen sind wirklich toll. Für die Haut, fürs Näschen und auch schön fürs Auge, mit schöner Hintergrundgeschichte und guter Wirksamkeit. Falls ihr nun Lust bekommen habt, die Seifen auch mal zu testen, kann ich euch das Mini-Set mit drei kleinen 10 Gramm-Würfeln – je einer pro Sorte – empfehlen. Durch ihre Ergiebigkeit ist sogar so ein kleines Stück schon mehr als genug, um einen guten ersten Eindruck zu bekommen, ob diese Form der Gesichtsreinigung zu den individuellen Bedürfnissen passt! 🙂

 

 

Transparenz: die gezeigten Produkte wurden mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!
Trotzdem gilt: Dieser Post spiegelt meine eigene und vor allem ehrliche Meinung wider.

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1 Comment

  1. Reply
    Lary
    7. Juli 2017 at 12:20

    Ich spiele auch schon länger mit dem Gedanken an Seifen.

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